Programm

Angels in America

Opera in two parts,

Wie Musiktheater heute funktionieren kann, zeigt die Neue Oper Wien mit "Angels in America". (…) Walter Kobéra führt das amadeus ensemble präzise durch die eindrücklichen Klangmalereien von Eötvös.

Kurier, Susanne Zobl

Ein herausragendes Ensemble, eine intelligente Regie und ein musikalisches Grundmaterial von hoher Qualität machen diese Inszenierung der Neuen Oper Wien zu einem rundheraus gelungenen Opernabend, der eher staunen macht, dass dieser erst 15 Jahre nach der Uraufführung stattfand.

APA, Martin Fichter-Wöß

Die sängerische und darstellerische Präsenz eines beispielhaft engagierten und „fachkundigen“ Ensembles (…) macht das klanglich bestens operntaugliche Material, das der Komponist zur Verfügung stellt, zu einem starken, eindringlichen, auch mitfühlenden Erlebnis. Das von Walter Kobéra gegründete und geleitete amadeus ensemble liefert die souveräne orchestrale Basis für eine wichtige Musiktheater-Begegnung – und den Beweis, dass konsequente Arbeit am Neuen zu unversiegbarer, selbstverständlicher Qualität führt.

Salzburger Nachrichten, Karl Harb

In Summe gelingt ein zwischen Realität und Halluzination wanderndes Kammerspiel, in dem Einsamkeit so schmerzhaft spürbar wird wie gesellschaftlicher Druck. Selbst zum Schluss hin, wenn sich das Aufbegehren gegen Gott aus Prior Walter zornig entlädt, bleibt ein entschleunigter Eindruck. Das wirklich Eindringliche muss eben nicht lärmend auftrumpfen.

Der Standard, Ljubiša Tošić

Kernattraktion sind die Sänger: David Adam Moore verleiht dem Propheten sonore Fülle, Franz Gürtelschmied dessen Liebhaber Louis eine honigsüße Intensität; Karl Huml imponiert als rescher Roy und Caroline Melzer als Engel, dessen Koloraturen sich himmelhoch schrauben. In diesen Momenten wächst dann auch die Musik (gespielt vom amadeus ensemble-wien unter Walter Kobéra) über solide Stimmungsmalerei hinaus und entfaltet ein gleißendes Farbenspiel.

Wiener Zeitung, Christoph Irrgeher