Maschinist Hopkins

Maschinist Hopkins

Max Brand
Komponist: 
Max Brand
Premiere: 
1997-03-07 00:00:00

Oper in einem Vorspiel und drei Akten // Libretto von Max Brand // Österreichische Erstaufführung // Museumsquartier, Wien

Musikalische Leitung
Walter Kobéra
Inszenierung
Peter Pawlik
Bühnenbild
Bernhard Hammer
Kostüme
Jürgen Gaulocher
Lichtdesign
Norbert Chmel
Dramaturgie
Arrigo Wunschheim
Choreinstudierung
Bernhard Schneider
Choreographie
Liane Zaharia
Jim
Steven Gallop
Nell
Colleen Rae Holmes
Bill
Ferdinand von Plettenberg
Hopkins
Steven Scheschareg
Bertier
Friedrich Faltus
Regisseur
Sergio Lombana
Garderobiere Erste Arbeiterin
Eva Molnar
Kapellmeister / Sekretär
Hubertus Virgil Reim
Personalchef
Karl Richter
Zweite Arbeiterin
Edda Sonn
Erster Arbeiter / Erster Mann
Andreas Rainer
Zweiter Arbeiter / Zweiter Mann
Stefan Tanzer
Ein junges Mädchen
Lia Burger
Feuerwehrmann
Milan Galia
Kommis
Gottfried von Falkenstein
Spießer
Robert Brei
Neger
Youn Jong An
Andreas Rainer
Hubertus Virgil Reim
Christian Gorz
Gottfried Lehrer
Bernd Kronowetter

Mitglieder des Rundfunk-Symphonieorchesters (RSO) Bratislava
Chor der Neuen Oper Wien

Regisseur Peter Pawlik hat […] einen abstrahierenden Ansatz gewählt, Typen statt Menschen, Spielbälle des Profitstrebens, das gnadenlos ausbeutet, die Menschen sozusagen unter die Räder bringt […] – eine starke, leidenschaftliche Konstellation, deren dramatische Wirkkraft man unmittelbar miterleben kann. Mut, Einsatzbereitschaft und unbestechliches Können wurden mit starkem Beifall berechtigt belohnt.
(Salzburger Nachrichten)

Ein Glücksfall einer stimmigen Inszenierung: Peter Pawlik (Regie) und Bernhard Hammer (Bühne) gelingt es, Ideen, Leitmotive und Atmosphäre des Werks in einem stimmigen Raum zu beschwören. […] Walter Kobéra und dem RSO Bratislava war die dichte, dramatische Atmosphäre zu danken. Aus dem Sängerensemble ragt Steven Scheschareg als herzloser Karrierist "Maschinist Hopkins", der seinen Szenen Kraft und Schärfe gibt.
(Kronenzeitung)

Die Aufführung der Neuen Oper Wien freilich ist ein szenisches Ereignis ersten Ranges: Bernhard Hammer hat die Bühne im Wissen, daß weniger oft mehr bedeutet, sensationell bildkräftig ausgestattet. […] Der größte Triumph aber sind die gleichsam lebendig gewordenen Maschinen, ein hinreißender, virtuoser Drahtseilakt (mit Kopf nach unter hängenden Choristen!), wie er im Musiktheater auch unserer Tage wenig seinesgleichen hat. […] Walter Kobéra bringt am Pult des vorzüglich disponierten RSO Bratislava Brands Musik auf den Punkt: Er beschwört Aggressives, Zärtliches, Klangschwelgerisches und legt mit künstlerischem Totaleinsatz ein vehementes und von ihr keineswegs unbedanktes Plädoyer für diese Partitur ab. Fazit: Ein (fast) unbedingtes Ja zu dieser Aufführung bei Zweifeln am Werk – insgesamt ein interessanter, hin und wieder mitreißender Abend, den man sich nicht entgehen lassen sollte.
(Wiener Zeitung)