Programm

Reigen

nach dem gleichnamigen Theaterstück A. Schnitzlers

Österreichische Erstaufführung der Neuen Oper Wien in Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen

Premiere am 29. Juli 2019 bei den Bregenzer Festspielen 2019, Werkstattbühne, Karten

Wiener Vorstellungen im November 2019, Halle E MuseumsQuartier, Karten ab Frühjahr 2019 Infos via Newsletter erhalten

Zwischen »verzweifelter Komik, erotischer Besessenheit und depressivem Zwangsverhalten« oszillieren die Loops, die der österreichische Komponist Bernhard Lang für sein Musiktheater nach Arthur Schnitzlers Der Reigen ersann.

Dieses skandalumwitterte Theaterstück führt in einem tanzartigen Reigen zehn Paare vor, die sich für kurzzeitige sexuelle Abenteuer zusammenfin- den – ein Sujet, das sich »mit Heiterkeit und in ihrem ewigen Gegensatz zu der sogenannten Sittlichkeit« positioniert, wie es Schnitzlers Geliebte Adele Sandrock formulierte.

Die »Wiederholungsstruktur von Verführung, Sex und Postludium« prädesti- niert den Text für Langs Kompositionsprinzip, in dem Loops zum »Analyse- instrument mechanisierter und zwanghafter menschlicher Verhaltenswei- sen« werden, wie er über sein Werk schreibt. Lang drückt die Heterogenität von Figuren, Halbwelten und Trash mit musikalischen Stilelementen unter- schiedlicher Richtungen sowie der Kombination von klassischem Orchester, Drumset und Synthesizer aus. Zwei Rollen sind für Countertenor komponiert und ermöglichen zusätzliche geschlechtliche Identitäten im Vergleich zur Entstehungszeit des Stücks. (Text: Bregenzer Festspiele)

Die Regisseurin Alexandra Liedtke arbeitet sowohl im Schauspiel als auch in der Oper und inszenierte unter anderem bei den Salzburger Festspielen, am Salzburger Landestheater, am Theater in der Josefstadt sowie an der Wiener Staatsoper. Nach der erfolgreichen Uraufführung von Staatsoperette – Die Austrotragödie setzen die Bregenzer Festspiele mit Der Reigen ihre Zusam- menarbeit mit der Neuen Oper Wien fort. 

Komposition Bernhard Lang / Libretto Michael Sturminger (nach Arthur Schnitzlers Theaterstück)

Musikalische Leitung Walter Kobéra / Inszenierung  Alexandra Liedke / Bühne & Kostüme Falko Herold / Licht Norbert Chmel Sounddesign Christina Bauer

Mit: Barbara Pöltl, Anita Rosati, Marco Di Sapia, Alexander Kaimbacher und Thomas Lichtenecker