Programm

Le Malentendu

Das Missverständnis

Herrscht in der Musik der Tenor des Spröden und Zersplitterten vor, so verschmelzen auf der Szene die Regiearbeit von CHristoph Zauner, die geschmackvolle Ausstattung von Diego Rojas Ortiz, die stimmungsstarken Videoprojektionen von Chris Ziegler und die Beleuchtungskünste von Norbert Chmel zu einem Gesamtkunstwerk, das beeindruckt (...)

Der Standard (Stefan Ender)

Fabian Panisello, 53-jähriger Argentinier, der seine kompositorische Ausbildung unter anderem bei Boguslaw SChaeffer am Salzburger Mozarteum erhielt, hat für seinen Opernerstling zugegriffen (auf Camus' "Missverständnis, Anm.). Sein Librettist Juan Lucas hat die Vorlage gerafft, die Neue Oper Wien - die wieder einmal, wie seit gut 25 Jahren, mit ihrem kompromisslosen Einsatz für das Musiktheater des 20. und 21. Jahrhunderts die hoch dotierten staatlichen Institutionen alt aussehen lässt - das klanglich, vokal und tonsprachich so emotionsstark wie raffiniert gewobene Werk dicht und intensiv auf die Semperdepot-Bühne gebracht. Kuluges Netzwerk: Die zwischen Sein und Schein albtraumhaft changierende Inszenierung (Christoph Zauner) wird so wie das famose amadeus ensemble unter seinem unermüdlich risikofreudigen Chef Walter Kobéra und exzellent ausgewählte und geforderte Solisten (etwas Anna Davidson und Gan-ya Ben-gur Akselrod im irrwitzigen Koloraturen Höhenkampf) alsbald weitereisen ans Teatro Real in Madrid.

Salzburger Nachrichten (Karl Harb)

Mit der österreichischen Erstaufführung der Kammeroper in einem Akt "Le Malentendu" ("Das Missverständnis) von Fabián Panisello, hat Dirigent und Intendant der Neuen Oper Wien, Walter Kobéra, einen Volltreffer gelandet. Er bescherte dem begeisterten Publikum den Luxus einer musikalischen Rarität!

Kronen Zeitung (Florian Krenstetter)